Wärmepumpe

Die Heizung ohne Schornstein

Wärmepumpen entziehen ihrer Umgebung Wärme und geben diese an die Heizung ab. Aufgrund niedriger Betriebskosten und hoher Umweltfreundlichkeit finden Wärmepumpen im Neubau immer mehr Verbreitung. Aber auch der Einsatz im Altbau ist unter bestimmten Bedingungen möglich.

Je nach Wärmequelle unterscheidet man in Luftwärmepumpe, Erdwärmepumpen und Wasserwärmepumpe.

Vorteile

  • Wirkungsgrade zwischen 300 und 500% - bei Wärmepumpen COP (Coefficient of Performance) genannt
  • Energieeinsatz und Heizkosten sehr niedrig durch Einbindung kostenloser Umweltenergie und besonderer Stromtarife
  • Keine Verbrennung und daher keine Emissionen am Haus - dadurch kann auf einen Schornstein verzichtet werden
  • Reversible Wärmepumpen ermöglichen eine Kühlung des Gebäudes im Sommer
  • Schonung fossiler Brennstoffe, deutliche Reduzierung von CO2-Emissionen

Nachteile

  • Effizienter Betrieb erfordert Flächenheizung oder Gebläsekonvektoren
  • Erd- und Wasserwärmepumpen sind genehmigungspflichtig
  • Installation abhängig von örtlichen Gegebenheiten (Grundwasserstand, Bodenbeschaffenheit etc.)
  • Hohe Investitionskosten für die Wärmepumpe insbesondere bei Erdwärmepumpen
  • Bei Luftwärmepumpen kommt es durch das Gebläse zur Geräuschentwicklung im Außenbereich.
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Kosten einer Wärmepumpe

Kosten einer Wärmepumpe

Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe liegen deutlich höher als für Gas- oder Öl-Brennwertgeräte. Ihre Stärke liegt in den geringeren Energiekosten.

Luftwärmepumpen schlagen im Altbau mit Investitionskosten von 16.000 bis 24.000 Euro zu Buche. Erdwärmepumpen liegen mit Investitionskosten zwischen 12.000 und 14.000 Euro etwas darunter benötigen aber noch eine Erdsondenbohrung. Diese veranschlagt im Schnitt Kosten von rund 10.000 Euro. Nicht berücksichtigt in den Kosten sind die anfallenden Montagekosten für den Installateur.

Der große Vorteil der Wärmepumpen ist die kostenfreie Nutzung der Umweltenergie - wodurch je nach Effizienz der Anlage - nur ein Drittel bis ein Fünftel der bereitgestellten Wärme als Energiekosten anfallen. Spezielle Wärmepumpentarife der Energieversorger liegen aktuell bei ca. 20 Cent je Kilowattstunde und damit deutlich unter denen für normalen Haushaltsstrom.

So reduzieren sich die Kosten für eine Kilowattstunde Wärme mit einer Wärmepumpe auf bis zu 4 Cent.

BAFA Förderung für Wärmepumpen

BAFA Förderung für Wärmepumpen

Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) fördert den Einbau effizienter Wärmepumpen für die kombinierte Raumbeheizung und Warmwasserbereitung von bestehenden Wohngebäuden mit bis zu 5.000 Euro.

Luftwärmepumpen werden pauschal mit 1.300 Euro, Erd- und Grundwasserwärmepumpen mit 2.800 bis 4.000 Euro bezuschusst. Wird die Wärmepumpe um einen Pufferspeicher ergänzt erhöht sich die Förderung um 500 Euro. Weitere 500 Euro bezuschusst das BAFA bei der zeitgleichen Kombination mit einer förderfähigen thermischen Solaranlage.

Der Antrag für die Fördermittel wird mit Hilfe des Installateurs erstellt und muss dem BAFA bis zu 6 Monate nach der Inbetriebnahme der Wärmepumpe vorgelegt werden.

Heizungskosten im Vergleich

Durchschnittliche Investitionskosten
Energiekosten im 1. Jahr
Gas-Brennwertkessel
Gas-Brennwertkessel
5.100 €
2.660 €
Öl-Brennwertkessel
Öl-Brennwertkessel
8.700 €
3.070 €
Gas-Brennwertkessel + Solar
Gas-Brennwertkessel + Solar
9.200 €
2.610 €
Öl-Brennwertkessel + Solar
Öl-Brennwertkessel + Solar
12.500 €
2.860 €
Pelletkessel
Pelletkessel
18.500 €
2.660 €
Luftwärmepumpe
Luftwärmepumpe
19.700 €
2.460 €
Erdwärmepumpe
Erdwärmepumpe
25.300 €
1.870 €

Rahmendaten für Kostenberechnung

Für die dargestellte Berechnung ist ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1970 mit einer Wohnfläche von 140m² hinterlegt.

Für die dargestellte Berechnung ist ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1970 mit einer Wohnfläche von 140m² hinterlegt.

Die durchschnittlichen Investitionskosten sind typische Kosten für das jeweilige System inkl. MwSt. – bei der Erdwärmepumpe sind die Kosten für eine benötigte Erdsondenbohrung mit berücksichtigt. Die Kombinationen mit Solar beziehen sich immer auf eine Warmwasserunterstützung für einen 4-Personen-Haushalt.

Nicht enthalten sind Montagekosten, Kosten für eine Schornsteinsanierung, die bei der Nutzung von Brennwertgeräten erforderlich ist sowie mögliche Fördermittel.

Die Energiekosten beziehen sich auf das erste Jahr nach dem Heizungstausch und wurden in Anlehnung an die DIN 4701 für das oben genannte Referenzgebäude mit folgenden Energiepreisen ermittelt:

Gas
Gas
0,070 €/kWh
Öl
Öl
0,085 €/kWh
Pellet
Pellet
0,056 €/kWh
Strom
(Wärmepumpentarif)
Strom (Wärmepumpentarif)
0,200 €/kWh
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So funktionieren Wärmepumpen

Wärmepumpen arbeiten wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt:

Bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck nimmt ein Kältemittel durch Verdampfen Wärme aus der Umgebung (Außenluft, Erdreich, Grundwasser) auf und gibt diese durch Verflüssigen bei höherer Temperatur und höherem Druck an das Wasser für die Heizung ab. Dabei werden ca. ein Viertel aus elektrischer Energie und drei Viertel aus kostenloser Umgebungswärme genutzt.

Luftwärmepumpe

Luftwärmepumpe

Luftwärmepumpen verwenden als Wärmequelle die Außenluft. Deshalb stehen diese Wärmepumpen vor dem Haus. Geringer Installationsaufwand macht diesen Typ besonders interessant für Neubau oder Sanierung. Sie werden auch als Luft-Wasser Wärmepumpen bezeichnet.

Luftwärmepumpen können auch als Split-Version (die s.g. Split-Wärmepumpen) ausgeführt werden. Der Wärmepumpenkreis wird dabei auf Außeneinheit (steht außerhalb des Gebäudes) und Inneneinheit (steht im Keller) aufgeteilt

Erdwärmepumpe

Erdwärmepumpe

Die Wärme aus dem Erdreich wird mittels Erdwärmekollektor (Verlegung unter der Erdoberfläche) oder Erdwärmesonden (Erdbohrung) erschlossen. Die Kosten für die Wärmequellen-Erschließung können bis zu 15.000 Euro betragen. Durch ganzjährig relativ hohe Bodentemperaturen von ca. 10°C arbeiten diese hocheffizient. Sie werden auch als Sole-Wasser Wärmepumpen oder geothermische Wärmepumpen bezeichnet.

Wasserwärmepumpe

Wasserwärmepumpe

Wasserwärmepumpen entziehen die Wärme aus Oberflächen- oder Grundwasser. Sie stellen eine Unterart der Erdwärmepumpen dar und sind durch ganzjährig hohe Wassertemperaturen besonders effizient. Eingesetzt werden sie dort, wo Wasser vorhanden oder über Brunnen leicht erschließbar sind. Sie werden auch Wasser-Wasser Wärmepumpen genannt.

Was beim Kauf einer Wärmepumpe zu beachten ist

Wohnungskühlung bedingt entweder Flächenheizung oder einen separaten Heizkörper mit Gebläse (Gebläsekonvektor). Dieser erzeugt beim Betrieb Geräusche durch das Gebläse.

Geräuschentwicklung durch Gebläse der Luftwärmepumpen - Aufstellung sollte nicht in der Nähe von Schlafzimmern etc. erfolgen

Für Erdwärmepumpen benötigte Erdbohrungen sind genehmigungspflichtig und vom jeweiligen Landratsamt abhängig

Gesonderte Wärmepumpen-Tarife für Strom bedingen Abschaltzeiten, deshalb sind Wärmespeicher (Pufferspeicher) vorzusehen.

Flächenheizung (z.B. Fußbodenheizung) notwendig; deswegen problematisch im Altbau (Fußbodenhöhe!).

Kombination mit Solarthermie

Der Kesseltausch ist der ideale Zeitpunkt sich über eine Ergänzung mit Solarthermie Gedanken zu machen.

Je nach Auslegung können die Solarkollektoren bei der Warmwasserbereitung sowie der Heizungsunterstützung mitwirken - das alles vollkommen umweltfreundlich bei nahezu keinen Betriebskosten.

Für einen Haushalt mit 4 Personen kostet eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung zusätzlich zu den Kosten der Gasheizung zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Soll die solarthermische Anlage auch die Heizung unterstützen – wodurch mehr Solarkollektoren und ein größerer Pufferspeicher benötigt werden - erhöhen sich die Investitionskosten auf 8.000 bis etwa 10.000 Euro.

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