Ölheizung

Im Altbau nach wie vor eine große Nummer

Die Ölheizung ist aus deutschen Heizungskellern nicht wegzudenken. Spielt sie im Neubau nur noch eine untergeordnete Rolle, so dominieren öl- und gasbetriebene Heizungssysteme den Gebäudebestand.

Dabei entsprechen viele Ölheizungen nicht mehr dem Stand der Technik. Sie benötigen bei der Verbrennung unnötig viel Energie und verursachen damit einhergehend hohe Heizkosten. Bei einem Heizungstausch zu einem modernen Brennwertgerät können ca. 20% der Energie und damit Heizkosten gegenüber der Altanlage eingespart werden.

Wird das Gebäude bereits mit Öl beheizt, so ist der Austausch der veralteten Ölheizung durch ein modernes Öl-Brennwertgerät die preiswerteste Heizungsmodernisierung. Gründe dafür sind die weitere Verwendung der vorhandenen Komponenten der Heizungsanlage wie die Öltanks. Außerdem wird keine neue technische Infrastruktur, wie beispielsweise ein Gasanschluss benötigt.

Vorteile

  • Gut kombinierbar mit Solar – die Ölheizung bleibt im Sommer aus
  • KfW bezuschusst moderne Ölheizung mit 10% der Investitionskosten
  • Ölkauf in Niedrigpreisphasen möglich
  • Nicht netzgebunden, d.h. kein Anschluss an das Gasnetz etc. notwendig
  • Moderne Brennwerttechnik ermöglicht hocheffiziente Nutzung des Brennstoffs

Nachteile

  • Platz für Öltank erforderlich
  • Importabhängiger Energieträger
  • Langfristig steigende Ölpreise wahrscheinlich
  • Hohe CO2 Emissionen bei der Verbrennung
  • Erdöl ist eine begrenzte Ressource
Angebot anfragen

Kosten einer Ölheizung

Kosten einer Ölheizung

Die Kosten für ein modernes Öl-Brennwertgerät liegen bei einem Einfamilienhaus durchschnittlich bei 8.700 Euro.

Dazu müssen noch die Kosten für die Installation sowie ggf. die Schornsteinsanierung gerechnet werden. Letztgenannte ist für die Verwendung der Brennwerttechnik notwendig und kostet in der Regel zwischen 700 und 1.700 Euro Die derzeitigen Brennstoffkosten für Öl liegen bei etwa 8,5 Cent je kWh.

KfW Förderung für moderne Ölheizung

KfW Förderung für moderne Ölheizung

Den Umstieg auf eine moderne Öl-Brennwertheizung fördert die KfW mit einem Zuschuss von 10% - maximal 5.000 Euro - der förderfähigen Kosten.

Zu diesen zählen unter anderem auch die Entsorgung der Altanlage, die Schornsteinsanierung sowie der Austausch von Heizkörpern. Die Fördermittel können nur für Gebäude, deren Bauantrag oder Bauanzeige vor dem 01.01.1995 gestellt wurde beantragt werden.

Wichtig: Der Antrag für Fördermittel muss vor Beginn der Sanierungsarbeiten an die KfW geschickt werden.

Heizungskosten im Vergleich

Durchschnittliche Investitionskosten
Energiekosten im 1. Jahr
Gas-Brennwertkessel
Gas-Brennwertkessel
5.100 €
2.660 €
Öl-Brennwertkessel
Öl-Brennwertkessel
8.700 €
3.070 €
Gas-Brennwertkessel + Solar
Gas-Brennwertkessel + Solar
9.200 €
2.610 €
Öl-Brennwertkessel + Solar
Öl-Brennwertkessel + Solar
12.500 €
2.860 €
Pelletkessel
Pelletkessel
18.500 €
2.660 €
Luftwärmepumpe
Luftwärmepumpe
19.700 €
2.460 €
Erdwärmepumpe
Erdwärmepumpe
25.300 €
1.870 €

Rahmendaten für Kostenberechnung

Für die dargestellte Berechnung ist ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1970 mit einer Wohnfläche von 140m² hinterlegt.

Für die dargestellte Berechnung ist ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1970 mit einer Wohnfläche von 140m² hinterlegt.

Die durchschnittlichen Investitionskosten sind typische Kosten für das jeweilige System inkl. MwSt. – bei der Erdwärmepumpe sind die Kosten für eine benötigte Erdsondenbohrung mit berücksichtigt. Die Kombinationen mit Solar beziehen sich immer auf eine Warmwasserunterstützung für einen 4-Personen-Haushalt.

Nicht enthalten sind Montagekosten, Kosten für eine Schornsteinsanierung, die bei der Nutzung von Brennwertgeräten erforderlich ist sowie mögliche Fördermittel.

Die Energiekosten beziehen sich auf das erste Jahr nach dem Heizungstausch und wurden in Anlehnung an die DIN 4701 für das oben genannte Referenzgebäude mit folgenden Energiepreisen ermittelt:

Gas
Gas
0,070 €/kWh
Öl
Öl
0,085 €/kWh
Pellet
Pellet
0,056 €/kWh
Strom
(Wärmepumpentarif)
Strom (Wärmepumpentarif)
0,200 €/kWh
Angebot anfragen

So funktioniert ein Öl-Brennwertkessel

Moderne Öl-Brennwertkessel erreichen Wirkungsgrade von bis zu 104% durch die zusätzliche Nutzung von Kondensationswärme im Abgas.

Das bei der Verbrennung anfallende Abgas enthält immer auch Wasser. Dieses Wasser wird bei alten Öl-Heizwert- bzw. Öl–Niedertemperaturkesseln über den Schornstein abgegeben. Öl-Brennwertkessel hingegen kühlen das Abgas herunter und kondensieren das Wasser aus.

Die dabei entstehende Wärme wird dem Heizungswasser übergeben und führt zu einer hocheffizienten Nutzung des Brennstoffs. Das bei der Auskondensierung im Schornstein anfallende Wasser muss dabei abgefangen werden – sonst würde der Kamin auf Dauer zerstört werden. Um eine Zerstörung des Mauerwerks durch das Kondensat zu verhindern wird ein Kunststoff- oder Edelstahlrohr in den Schornstein eingezogen. Dabei spricht man von einer Schornsteinsanierung.

Was beim Kauf einer Ölheizung zu beachten ist

Die KfW fördert den Einbau einer Öl-Brennwertheizung. Allerdings müssen die Fördermittel vor Beginn der Sanierungsarbeiten bei der KfW beantragt werden.

Für alle Konstanttemperaturkessel (Standard-Heizkessel), die vor 1985 installiert wurden gilt ab 2015 eine gesetzliche Tauschpflicht.

Die höchsten Wirkungsgrade werden bei einem Brennwertgerät mit niedrigen Vorlauftemperaturen erreicht; ideal eignen sich Niedertemperatur-Heizkörper oder eine Fußbodenheizung

Bei der Nutzung eines Brennwertgerätes fällt Kondensat im Kamin an. Um eine Versottung des Mauerwerks zu verhindern wird ein Kunststoff- oder Edelstahlrohr in den Schornstein eingezogen.

Soll die Ölheizung um eine solarthermischen Anlage ergänzt werden wird ein solarer Trinkwasser- oder Pufferspeicher benötigt. Der Vorteil: Die Ölheizung kann im Sommer ausbleiben – Warmwasser kommt allein von der Sonne. Das freut den Geldbeutel und die Lebensdauer der Heizung.

Überprüfen Sie bei einem Heizungstausch auch immer den Warmwasserspeicher. Oft sollte dieser – je nach Wasserhärte und Nutzungsintensität - aus hygienischen Gründen ebenfalls getauscht werden.

Kombination mit Solarthermie

Der Kesseltausch ist der ideale Zeitpunkt sich über eine Ergänzung mit Solarthermie Gedanken zu machen.

Je nach Auslegung können die Solarkollektoren bei der Warmwasserbereitung sowie der Heizungsunterstützung mitwirken - das alles vollkommen umweltfreundlich bei nahezu keinen Betriebskosten.

Für einen Haushalt mit 4 Personen kostet eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung zusätzlich zu den Kosten der Gasheizung zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Soll die solarthermische Anlage auch die Heizung unterstützen – wodurch mehr Solarkollektoren und ein größerer Pufferspeicher benötigt werden - erhöhen sich die Investitionskosten auf 8.000 bis etwa 10.000 Euro.

Angebot anfragen

Weitere Informationen rund um die Heizung

Angebotsanfrage

Kostenlos & unverbindlich Angebotsanfrage für Ihre neue Heizung stellen, vergleichen und bis zu 30% sparen.

Zur Angebotsanfrage

Gasheizung

Mehr als jedes zweite Wohngebäude ist mit einer Gasheizung ausgestattet - Tendenz steigend.

Mehr zur Gasheizung

Pelletheizung

Umweltfreundlich Heizen mit dem Komfort moderner Öl- und Gasheizungen - die Pelletheizung macht es möglich.

Mehr zur Pelletheizung

Wärmepumpe

Ein warmes Zuhause ohne Abgase aus dem Schornstein? Die Wärmepumpe ermöglicht ein emissionsfreies Heizen.

Mehr zur Wärmepumpe

Wohnungslüftung

Hoher Wohnkomfort und die Vermeidung von Schimmelbildung zeichnen Lüftungsanlagen aus.

Mehr zur Wohnungslüftung

Solarthermie

Die Sonne stellt keine Rechnung - thermische Solaranlage reduzieren die Heizkosten und schonen die Heizung.

Mehr zur Solarthermie
close

Datenübermittlung

Die Bosch Thermotechnik GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die von Ihnen eingetragenen Daten, um sie passenden Fachbetrieben zu vermitteln und diesen die Möglichkeit zu geben, Kontakt mit Ihnen aufzunehmen. Zur Qualitätssicherung erhalten Sie eine Umfrage zur Zufriedenheit und dem Ergebnis des Vermittlungs-Services. Sollten Sie dies nicht mehr wünschen, können Sie Ihre Anfrage über die Storno-Funktion in der Bestätigungsemail zurückziehen.

Um die Weitergabe ausschließlich korrekter Daten an die Partnerfirmen zu gewährleisten und Ihnen eine weitere Widerspruchsmöglichkeit zu geben, erhalten Sie vor einer Datenweitergabe einen Rückruf unseres Serviceteams.

close

Es tut uns Leid

Ein unerwarteter Fehler ist aufgetreten und wir arbeiten daran diesen zu beheben. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

close

Es tut uns Leid

Ein unerwarteter Fehler ist aufgetreten, deswegen können wir leider momentan keine Angebotsanfragen annehmen. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

close

Jetzt kostenlos & unverbindlich ein Angebot von einem qualifizierten Fachbetrieb aus Ihrer Region anfragen.

close

Die KfW fördert die Erneuerung Ihrer Heizungsanlage mit bis zu 10% der Kosten – unsere Fachbetriebe unterstützen Sie bei der Beantragung.

close

Die Garantie umfasst die Kosten für Material und Arbeitszeit - für volle 5 Jahre ab Einbaudatum durch den Heizungsfachbetrieb.

close

Mit über 2.000 qualifizierten Fachbetrieben finden wir den passenden Fachbetrieb für Ihre neue Heizung in Ihrer Region.

close

In nur 2 Minuten können Sie Ihre Angebotsanfrage erstellen - wir kümmern uns um die Suche passender Fachbetriebe für Ihre Anfrage.

close

Sichere Datenübermittlung über verschlüsselte Verbindung - Weitergabe Ihrer Kontaktdaten ausschließlich zur Angebotserstellung.

close

Angabe der Telefonnummer

Ihre Telefonnummer wird benötigt, um Ihre Anfrage zu bestätigen und mögliche Rückfragen zu beantworten. Außerdem dient sie der Kontaktaufnahme durch die Fachbetriebe.

close

Angabe der E-Mail

Ihre E-Mail Adresse wird benötigt, um Ihnen eine Bestätigung zu senden. Außerdem dient sie der Kontaktaufnahme durch die Fachbetriebe.