Gasheizung

Die ungeschlagene Nr. 1 auf dem Heizungsmarkt

Die Gasheizung erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Mehr als jedes zweite Wohngebäude ist mit einer gasbetriebenen Heizung ausgestattet – Tendenz steigend.

Allerdings verfügen nur wenige der installierten Geräte über die effiziente Brennwerttechnik. Mehr als 70% der verbauten Heizungen sind unzureichend effizient und modernisierungsbedürftig.

Bei einem Wechsel von einem alten Konstanttemperaturkessel zu einem modernen Brennwertgerät können bis zu 30% der Heizkosten eingespart werden. Selbst bei einem Austausch eines Niedertemperaturkessels hin zu einem Kessel mit Brennwerteffekt entstehen Einsparungen von ca. 10%.

Vorteile

  • Hocheffiziente Nutzung des Brennstoffs durch Brennwerttechnik
  • Schnelle Amortisation der Investitionskosten durch Energieeinsparung
  • Geringer Platzbedarf, da kein Brennstofflager benötigt wird
  • KfW Förderung für eine moderne Gasheizung mit 10% der Investitionskosten
  • Gut kombinierbar mit Solarthermie – die Gasheizung bleibt im Sommer aus

Nachteile

  • Überwiegend importabhängig
  • Langfristig steigende Gaspreise wahrscheinlich
  • Erdgas ist eine begrenzte Ressource
  • Relativ hohe CO2 Emissionen bei der Verbrennung
  • Bevorratung bei günstigen Gaspreisen nicht möglich
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Kosten einer Gasheizung

Kosten einer Gasheizung

Die KfW bezuschusst den Heizungstausch mit 10% der förderfähigen Kosten – maximal mit 5.000 Euro.

Hinzu kommen noch die Handwerkerkosten für den Einbau der neuen Heizung sowie eine bei der Brennwerttechnik notwendige Schornsteinsanierung. Je nach Rohrlänge und Ausführung ist bei der Schornsteinsanierung mit Kosten zwischen 700 und 1.700 Euro zu rechnen. Die aktuellen Brennstoffkosten für Gas liegen derzeit bei etwa 7 Cent je Kilowattstunde.

KfW Förderung für moderne Gasheizung

KfW Förderung für moderne Gasheizung

Die KfW bezuschusst den Heizungstausch mit 10% der förderfähigen Kosten – maximal mit 5.000 Euro.

Zu den förderfähigen Kosten zählen unter anderem auch die Entsorgung der Altanlage, die Sanierung des Schornsteins, das Legen eines Gasanschlusses sowie der Austausch von Heizkörpern. Voraussetzung für den Zuschuss ist der Umstieg auf einen modernen Gaskessel mit Brennwerttechnik.

Um Fördermittel erhalten zu können muss der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Gebäude vor dem 01.01.1995 gestellt worden sein. Die Fördermittel müssen vor Beginn der Modernisierungsarbeiten bei der KfW beantragt werden.

Heizungskosten im Vergleich

Durchschnittliche Investitionskosten
Energiekosten im 1. Jahr
Gas-Brennwertkessel
Gas-Brennwertkessel
5.100 €
2.660 €
Öl-Brennwertkessel
Öl-Brennwertkessel
8.700 €
3.070 €
Gas-Brennwertkessel + Solar
Gas-Brennwertkessel + Solar
9.200 €
2.610 €
Öl-Brennwertkessel + Solar
Öl-Brennwertkessel + Solar
12.500 €
2.860 €
Pelletkessel
Pelletkessel
18.500 €
2.660 €
Luftwärmepumpe
Luftwärmepumpe
19.700 €
2.460 €
Erdwärmepumpe
Erdwärmepumpe
25.300 €
1.870 €

Rahmendaten für Kostenberechnung

Für die dargestellte Berechnung ist ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1970 mit einer Wohnfläche von 140m² hinterlegt.

Für die dargestellte Berechnung ist ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1970 mit einer Wohnfläche von 140m² hinterlegt.

Die durchschnittlichen Investitionskosten sind typische Kosten für das jeweilige System inkl. MwSt. – bei der Erdwärmepumpe sind die Kosten für eine benötigte Erdsondenbohrung mit berücksichtigt. Die Kombinationen mit Solar beziehen sich immer auf eine Warmwasserunterstützung für einen 4-Personen-Haushalt.

Nicht enthalten sind Montagekosten, Kosten für eine Schornsteinsanierung, die bei der Nutzung von Brennwertgeräten erforderlich ist sowie mögliche Fördermittel.

Die Energiekosten beziehen sich auf das erste Jahr nach dem Heizungstausch und wurden in Anlehnung an die DIN 4701 für das oben genannte Referenzgebäude mit folgenden Energiepreisen ermittelt:

Gas
Gas
0,070 €/kWh
Öl
Öl
0,085 €/kWh
Pellet
Pellet
0,056 €/kWh
Strom
(Wärmepumpentarif)
Strom (Wärmepumpentarif)
0,200 €/kWh
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So funktionieren moderne Gasheizungen

Generell wird bei der Gasheizung zwischen drei Typen unterschieden. Den veralteten Konstanttemperaturkesseln sowie den Niedertemperatur- und Brennwertgeräten.

Moderne Gasheizungen, die den Brennwerteffekt nutzen arbeiten hoch effizient, da dem bei der Verbrennung anfallendem Dampf mit Hilfe eines Wärmetauschers zusätzlich Wärme entzogen wird. Dadurch arbeiten diese Geräte ca. 10% effizienter als Niedertemperaturkessel und sparen gegenüber Konstanttemperaturkesseln sogar bis zu 30% Energie ein.

Auch die Warmwasserbereitung wird in der Regel von der Heizung übernommen. Diese erfolgt entweder im Durchlaufprinzip, bei der das Wasser immer nur dann erwärmt wird wenn es auch benötigt bzw. gezapft wird oder mit einem Warmwasserspeicher. Bei letztgenanntem erwärmt die Heizung das im Speicher enthaltene Wasser und hält dieses auf Vorrat bereit. Die Speicherlösung erfordert zwar mehr Platz bietet aber zugleich auch mehr Komfort, da bei Bedarf sofort warmes Wasser aus dem Wasserhahn strömt Bei der Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip dauert es hingegen immer erst einige Zeit bis warmes Wasser beispielsweise aus der Dusche fließt.

Was beim Kauf einer Gasheizung zu beachten ist

Für alle vor 1985 installierten Konstanttemperaturkessel (Standard-Heizkessel) gilt ab 2015 eine gesetzliche Tauschpflicht.

Die höchste Effizienz bei einem Brennwertgerät erhält man bei möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen, d.h. bei Verwendung von Niedertemperatur-Heizkörpern oder Flächenheizungen wie einer Fußbodenheizung.

Bei der Nutzung eines Brennwertgerätes fällt Kondensat im Kamin an. Um eine Versottung des Mauerwerks zu verhindern wird ein Kunststoff- oder Edelstahlrohr in den Schornstein eingezogen.

Fehlt beim Umstieg auf eine Gasheizung der Gasanschluss muss unbedingt zuvor mit dem örtlichen Versorger die Anschlussmöglichkeit geklärt werden. Eine Alternative ohne Anschluss an das Gasnetz bietet in einem Tank gelagertes Flüssiggas.

Soll die Gasheizung mit einer Solarthermie kombiniert werden wird ein solarer Trinkwasser- oder Pufferspeicher benötigt. Der Vorteil: Die Gasheizung kann im Sommer ausbleiben – Warmwasser kommt allein von der Sonne. Das freut die Umwelt und die Lebensdauer der Heizung.

Ist Ihre Gasheizung älter als 20 Jahre entspricht sie nicht mehr dem Stand der Technik. Das Einsparpotenzial mit einer modernen Gas-Brennwerttherme ist in der Regel so groß, dass sich die Investition bereits nach wenigen Jahren auszahlt.

Kombination mit Solarthermie

Der Kesseltausch ist der ideale Zeitpunkt sich über eine Ergänzung mit Solarthermie Gedanken zu machen.

Je nach Auslegung können die Solarkollektoren bei der Warmwasserbereitung sowie der Heizungsunterstützung mitwirken - das alles vollkommen umweltfreundlich bei nahezu keinen Betriebskosten.

Für einen Haushalt mit 4 Personen kostet eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung zusätzlich zu den Kosten der Gasheizung zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Soll die solarthermische Anlage auch die Heizung unterstützen – wodurch mehr Solarkollektoren und ein größerer Pufferspeicher benötigt werden - erhöhen sich die Investitionskosten auf 8.000 bis etwa 10.000 Euro.

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